Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressemitteilungen

Stellungnahme von Landrat Robert Niedergesäß zum Sparkassengebäude

30.07.2018 - In einer persönlichen Erklärung nimmt Landrat Robert Niedergesäß Stellung zur aktuellen Diskussion um das Sparkassengebäude.

„Wenn ich den Aufwand zur Ertüchtigung des Gebäudes am Anfang hätte absehen können, hätte ich dem Kreistag niemals den Kauf empfohlen“, so Niedergesäß. „Für die öffentliche Diskussion und Kritik habe ich großes Verständnis, das muss jetzt umfassend aufgeklärt werden und zwar intern wie extern.“ Er selber sei sehr unzufrieden und verärgert über diese unerfreuliche Entwicklung.

Der Landrat hatte den Erwerb der Immobilie bis April 2016 nach eigener Aussage „nicht auf dem Schirm“ und sich nicht damit befasst. Ihm war ein gutachterlich festgestellter Wert der Kreissparkasse aus dem Jahr 2013 bekannt, in dem die Immobilie auf 17.3 Millionen Euro geschätzt wurde. Dieser Betrag war ihm persönlich zu hoch und damit der Erwerb nicht interessant. Im April 2016 sei er dann auf das Gebäude angesprochen worden mit der Anregung, mit der Sparkasse über den Erwerb zu verhandeln. In den Verhandlungen sei es schließlich gelungen, einen Kaufpreis von 12.1 Millionen Euro zu vereinbaren. Der Kreissparkasse lagen damals bereits Gebote von über 14 Millionen Euro mit der Perspektive nach oben vor, obwohl das Objekt gar nicht offiziell auf dem Markt war. Andere Interessenten hätten das Gebäude abgerissen und dort Wohnungen errichtet. Der Kaufpreis entspricht in etwa dem damaligen reinen Grundstückspreis, der in Ebersberg zu dieser Zeit bereits in weniger zentraler Lage bezahlt wurde.

Besonders sauer ist der Landrat auf die externe Voruntersuchung zur Umnutzung des Gebäudes aus dem Juli 2016, die Entscheidungsgrundlage für den Erwerb der Immobile war. Darin wurde von einem kurzfristigen Kostenrahmen von 3.32 Millionen Euro gesprochen und einem mittelfristigen Bedarf von 2.6 Millionen, also insgesamt rund 6 Millionen Euro - „ein eher niedriger Betrag im Vergleich zu dem, was wir heute wissen“, so der Landrat. Dem Gebäude wurde darin ein insgesamt guter Zustand attestiert. Es gab keinerlei Warnzeichen, die die jetzt bekannte Entwicklung auch nur im Ansatz angedeutet hätten. „Als politischer Entscheidungsträger muss man sich auf Sachverständige verlassen können, insbesondere, wenn sie bereits in der Vergangenheit gut mit den Fachleuten in der Verwaltung zusammengearbeitet haben.“

In der Aufarbeitung der Vorgänge ist für den Landrat Transparenz das oberste Gebot. „Wir werden alle Fragen ausführlich, in Ruhe und sachlich beantworten und die offenen Punkte in alle Richtungen intensiv prüfen. Dass der Bund der Steuerzahler sich hier zu Wort meldet, ist aufgrund der öffentlichen Diskussion nachvollziehbar.“

Im Moment sind alle Optionen offen und werden geprüft: Von der Weiterführung der geplanten Sanierung, einem Abriss mit Neubau, der Rückabwicklung des Kaufvertrags bis hin zum Verkauf der Immobilie auf dem freien Markt, bei dem der Landkreis angesichts des Grundstückswertes sogar einen ordentlichen Gewinn erwirtschaften könnte. „Persönlich bevorzuge ich aktuell sogar die letztere Variante. Ob es allerdings langfristig sinnvoll ist, ein Grundstück in dieser Lage zu verkaufen und wie wir dann den dringend nötigen Raumbedarf für unsere Mitarbeiter zeitnah lösen können, diese Fragen müssen wir auch in der Gesamtabwägung prüfen. Eines bleibt aber auch festzuhalten: Der Kauf der Immobile war zu diesem günstigen Preis jedenfalls wirtschaftlich sinnvoll“, erklärt Niedergesäß.


  • Beschwerdemanagement
    kostenfreie Beschwerde-Nummer:
    0800 5728 556
    Beschwerde-Formular
  • Amtsblatt
    Amtsblatt
  • Kfz-Zulassung
    Kennzeichen
  • Sitzungen, Kreisgremien

    Bürgerinfoportal 

    Ratsinfoportal

  • RAL-Gütezeichen
    RAL-Gütezeichen
  • Audit Beruf und Familie
    Audit Beruf und Familie
  • Fastviewer Client Modul