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Den Folgen der Klimakrise auf der Spur

Meldung vom 11.05.2022

Um auf die Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich zu reagieren, lässt der Landkreis Ebersberg ein Klimafolgenanpassungskonzept erarbeiten.

Klimaschutz

Die Arbeit an diesem Konzept wurde im Februar mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung virtuell gestartet. Nun kommen Verwaltung und Fachakteure am kommenden Dienstag, 17. Mai 2022, zu einem Workshop zusammen, um die Herausforderungen für den Landkreis zu identifizieren und zu priorisieren. Ziel ist es konkrete Erfahrungen auszutauschen und den Weg in Richtung Anpassungsmaßnahmen zu ebnen.

Das mit einem Gutachten beauftragte Büro GreenAdapt wird in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Ebersberg klimawandelbedingte Betroffenheiten verschiedenster Themenbereiche wie Landwirtschaft, Wasser oder Gesundheit vorstellen und diese mit den Fachakteuren diskutieren und ergänzen. Am Ende steht ein gemeinsam abgestimmter Überblick darüber, wie und in welchen Bereichen der Landkreis Ebersberg vom Klimawandel betroffen ist oder sein wird. Das ermöglicht wichtige Schritte zur Vorsorge, Anpassung und Transformation, wie Klimaschutzmanagerin Lisa Ruetgers erläutert. Das Projekt wird aus dem Klimaschutzprogramm Bayern 2050 finanziert. Das zeige, wie eng verbunden die Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung im Landkreis Ebersberg seien. Sie könnten nur gemeinsam bewältigt werden. Deutlich werde dies zum Beispiel im Hinblick auf die zunehmenden Trockenperioden im Klimawandel. Je trockener es werde, umso stärker sei die Funktion der Landschaft als Kohlenstoff-Senke beeinträchtigt. Ruetgers sieht die intelligente Vorbereitung auf unvermeidbare Klimaveränderungen deshalb als wichtigen Baustein, um das Ziel eines klimaneutralen Landkreises zu erreichen. Sie sagt: „Noch haben wir es in der Hand und können es schaffen, irreversible Schäden des Ökosystems zu vermeiden. Gehen wir es an! Die Folgen des Klimawandels: Extremwetterereignisse. Sie werden immer häufiger und heftiger, sodass Expertinnen und Experten bereits von einer Klimakrise statt von einem Wandel sprechen. Hitzetage, Dürrephasen und Starkregenereignisse werden auch den Landkreis in Zukunft nicht verschonen und ihn vor wachsende Herausforderungen stellen.“

Im Hochsommer wollen die Akteure erneut zusammenkommen, um konkrete Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu planen.