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Der Landkreis Ebersberg hat jetzt eine Biodiversitätsberaterin

Meldung vom 08.04.2021

Die untere Naturschutzbehörde im Landkreis hat Verstärkung bekommen: Amelie Vießmann arbeitet seit Ende Januar als Biodiversitätsberaterin im Landratsamt. Damit ist der Landkreis Ebersberg bislang einer von dreizehn Landkreisen in Oberbayern, in denen Biodiversitätsberatung angeboten wird.

Biodiversitätsberaterin Amelie Vießmann

Der Freistaat Bayern hat die Stellen dafür in Folge des sogenannten „Versöhnungsgesetzes“ neu geschaffen, das aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hervorgegangen war. Biodiversitätsberater sind ausgebildete Naturschutzfachleute, die sich in enger Zusammenarbeit mit Landwirten, Flächeneigentümern, Kommunen und Verbänden für den Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt im Landkreis einsetzen. Vießmann betont deshalb ihren Beratungs- und Förderauftrag. Interessierte Akteure oder Flächenbesitzer berät sie gerne, kostenfrei und unverbindlich auch vor Ort. Als erste und aktuelle Aufgabe hat sie die Betreuung des Artenschutzprojekts für den Kiebitz übernommen. Zusammen mit freiwilligen Helfern und Landwirten werden Kiebitz-Vorkommen im Landkreis dokumentiert und die Nester der Vögel kenntlich gemacht, damit sie bei der Bewirtschaftung der Felder nicht versehentlich zerstört werden. Der Kiebitz ist bayernweit bedroht, weshalb das Projekt ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz ist. Auch in den vergangenen Jahren konnten hier im Landkreis bereits gute Erfolge verzeichnet werden.

 „Als Zugezogene werde ich sicherlich noch etwas brauchen, bis ich den Landkreis und seine naturschutzfachlichen Gegebenheiten kennengelernt habe, aber ich freue mich schon sehr darauf, zusammen mit vielen lokalen Akteuren Projekte für den Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt auf den Weg zu bringen“, erklärt Vießmann. Man erreicht die Biodiversitätsberaterin von Montag bis Freitag vormittags unter der Telefonnummer (08092) 823 312 oder per E-Mail unter amelie.viessmann@lra-ebe.de.