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Geflügelpest – Tierhalter müssen sich vorbereiten

Meldung vom 10.12.2020

Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI), umgangssprachlich Geflügelpest wurde Mitte November in Bayern bei einem Wildvogel nachgewiesen. Gleichzeitig ist ein sehr dynamisches HPAI-Geschehen in Norddeutschland mit über 240 Nachweisen bei Wildvögeln und Nachweisen bei gehaltenen Vögeln mit starker Ausbreitungstendenz nach Süden zu beobachten.

Hühner

Das ist der Hintergrund, vor dem das Veterinäramt Ebersberg alle Geflügelhalter darauf hinweist, dass bei einem positiven Nachweis der Geflügelpest bei Wildvögeln im Landkreis Enten, Gänse, Puten und Hühner etc. im Stall bleiben müssen. Geflügelhalter sollten sich schon jetzt auf die mögliche Anordnung der sogenannten „Aufstallungspflicht“ vorbereiten. Ziel ist es die Einschleppung des Erregers in Hausgeflügelbestände zu vermeiden. „Wer Geflügel hält, wird gebeten umgehend ein Konzept zu erarbeiten, damit die Tiere im Fall eines Aufstallungsgebotes den tierseuchenrechtlichen Vorgaben entsprechend untergebracht werden können und die Unterbringung auch tierschutzgerecht ist“, heißt es aus der Veterinärbehörde. Insbesondere sollten dabei folgende Aspekte berücksichtigt werden: Wie kann ein zusätzlicher Auslauf für die Tiere geschaffen werden, der geschlossen überdacht und seitlich gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist? Ist geeignetes zusätzliches Beschäftigungsmaterial wie zum Beispiel Luzerneheu und Pickblöcke in ausreichender Menge vorhanden? Wie kann es erforderlichenfalls schnell organisiert werden? Wie kann ein gutes Stallklima auch bei dauerhaft geschlossenen Auslaufluken gewährleistet werden? Müssen zusätzlich elektrische Lüfter eingesetzt werden? Werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Eintrag von Tierseuchenerregern in die Stallungen zu minimieren? Dazu gehören eine Hygieneschleuse/Hygienezone mit Desinfektionswannen/-matten, Schutzkleidung, der Schuhwechsel vor betreten und nach verlassen des Stalles und der Schutz vor Wildvögeln.

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