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Sozialplanung

„Moderne [integrierte] Sozialplanung ist Steuerungsunterstützung. Sie analysiert die soziale Lage und Entwicklung im Sozialraum, in der Kommune und in ihrem Umfeld. Sie formuliert unter Beteiligung der Betroffenen und der „Stakeholder“ Vorschläge für Ziele und Kennzahlen kommunaler Sozialpolitik. Sie entwickelt innovative Produkte und Prozesse mit Blick auf deren Wirkung und den Ressourceneinsatz. Sie unterstützt die Verwaltungsführung, andere Fachressorts und die Politik im Sinne einer integrativen Planung unter dem Dach von Stadt-/Kreisentwicklungsplanung. Sie ist Grundlage einer ziel- und wirkungsorientierten Sozialpolitik sowie einer bedarfsgerechten sozialen Infrastruktur.“ (Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, 2011)

Ausgehend von dieser Definition folgt die integrierte Sozialplanung im Landkreis Ebersberg dem Ansatz, eine fachbereichs- und zielgruppenübergreifende Bedarfsermittlung zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, auf strategischer Ebene Bedarfe datengestützt und nicht anhand „gefühlter“ Einschätzungen zu ermitteln und das gewonnene Wissen an die betroffenen Fachstellen und Kommunen weiterzuvermitteln (siehe Abb. 1). Ein Beispiel hierfür ist der Sozialbericht 2015. Um eine belastbare Datenbasis für Maßnahmen und Interventionen zu erhalten und damit dem integrierten Ansatz gerecht zu werden, wurden im Sozialbericht auf knapp 300 Seiten folgende Themen behandelt:

  • Demografie und Haushaltsstruktur
  • Wohnen
  • Wirtschaft und Arbeitsmarkt
  • Einkommen und Sozialleistungen
  • Bildung und Erziehung
  • Gesundheit und Pflege

Aufgabe der integrierten Sozialplanung ist die Erarbeitung von Bevölkerungsprognosen. Dazu gehört eine konstante Datenerhebung und Berichterstattung. Ziel dabei ist unter anderem eine Datenbündelung an einer zentralen Fachstelle. Daraus generiert sich eine Planer Übersicht. Die Sozialplanung dient darüber hinaus als Schnittstelle zu allen relevanten Stellen. Sie dient als Beratung der Politik und der Verwaltung sowie der Landkreisgemeinden. Aufgabe der Sozialplanung ist daher auch die Netzwerkarbeit. Eine enge Zusammenarbeit ist auch mit der Jugendhilfeplanung wichtig, bspw. bei der Bedarfsermittlung in der Kindertagesbetreuung. Eine integrierte Sozialplanung ist somit die koordinierende Planungsstelle im Landratsamt, für alle relevanten Akteure der Sozialplanung und des Bildungsmanagements.

Die in den verschiedenen Fachbereichen ermittelten Bedarfe, Ziele, Maßnahmen und Projekte werden im Sinne einer ganzheitlichen Strategie („von 0 bis 100“) schließlich von der Fachstelle in Einklang gebracht. Der Sozialbericht wird im Jahr 2019 neu aufgelegt, um eine konstante Datenfortschreibung zu gewährleisten und auf eventuelle bisher unbekannte Bedarfe im dynamischen Zuzugslandkreis Ebersberg zeitnah reagieren zu können. Die Themenschwerpunkte orientieren sich dabei am Sozialbericht 2015 und werden an die zwischenzeitlich eingetretene Landkreisentwicklung angepasst.

Die Sozialplanung im Landkreis Ebersberg begegnet den Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv. Hierbei steht die Ermittlung mittel- und langfristiger Bedarfe für unterschiedliche Ziel- und Themengruppen (Familien, Ältere Menschen, Armut, etc.) im Vordergrund. Mit dem Ergebnis Aussagen, Ziele und Maßnahmen anhand einer kontinuierlichen Berichterstattung zu generieren. So werden im Jahr 2019 neben dem Sozialbericht auch das Seniorenpolitische Gesamtkonzept weitergeführt und Grundlagen für die Armutsberichterstattung erarbeitet.

Frau Kohlert Sachbearbeiterin
08092 823 274
08092 823 9274
1.19
 
Landratsamt Ebersberg
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