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AIDS-Prävention und Sexualpädagogik

Das Gesundheitsamt Ebersberg bietet sexualpädagogische Konzepte und Veranstaltungen an für:

- Schüler/Schülerinnen aller Schulen im Landkreis
- Lehrer/Lehrerinnen
- Jugendruppen/Jugendzentren
- Erzieher/Erzieherinnen
- Multiplikatoren

unter anderem durch :

- Ausleihe des Verhütungssacks
- Mobile Holzstellwand zum Thema Übertragungswege HIV/Aids
- Käfig der Angst
- Glücksrad
- Broschüren sowie Bezug weiterer Adressen

Erfüllte Sexualität gehört für viele von uns zum Glücklichsein. Sie bereichert unser Leben und ist ein wichtiges Ausdruckmittel unserer Persönlichkeit. Dabei ist Sexualpädagogik für uns mehr als nur Aufklärung. Unter sexualpädagogischer Arbeit verstehen wir, Kindern und Jugendlichen fachkundig und einfühlsam altersgemäße Informationen zu vermitteln, Erlebnisse und Erfahrungen verstehen zu helfen und Impulse für ihre weitere Entwicklung zu geben.


Verhüten ja - Aber wie ?

Diese Frage stellen sich Jugendliche aber auch Erwachsene immer wieder. Gerade in Zeiten von HIV & Aids geht es nicht nur darum, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, sondern auch um einen sicheren Schutz vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten sowie einer möglichen HIV-Infektion / Aidserkrankung. Neben dem Wissen welche Verhütungsmittel für den einzelnen das geeignete ist, sind uns u.a. folgende Aspekte ein Anliegen:

- Was ist mir in einer Partnerschaft wichtig?
- Welche Werte und Normen habe ich?
- Verantwortungsvoller und bewußter Umgang mit Liebe und Sexualität?
- Reduzierung ungewollter Schwangerschaften, insbesondere im Teenageralter

Verhütung auf einen Blick

- Pille
- Kondom
- Verhütungsstäbchen "Implanon"
- Diaphragma / Portiokappe 
- Symptothermale Methode
- Spirale (IUP/Kupfer/Hormon)
- Nuva-Ring
- Schaumzäpfchen / Gels / Cremes
- Hormonpflaster 
- Sterilisation
- Koitus interruptus
- Pille danach
- Spirale danach


Verhütung - mehr als nur ein Wort

Zyklus
Die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzen Tag vor der nächsten Regelblutung wird Zyklus genannt. Der erste Blutungstag ist also der erste Zyklustag. Der Tag vor der nächsten Blutung ist der letzte Zyklustag. Die Länge des Zyklus kann von Frau zu Frau, aber auch von Zyklus zu Zyklus etwas unterschiedlich sein. Jede Frau hat ihren individuellen Rhythmus. Normalerweise liegt er zwischen 25 und 32 Tagen. Aber auch äußere Einflüsse wie zum Beispiel Stress, Krankheit, Klimaveränderung, Reisen oder Umweltgifte können Einfluss auf den Zyklus und den Eisprung nehmen.

Eisprung
Jedes Mädchen hat von Geburt an ca. 400.000 Eibläschen in seinen Eierstöcken. Aber erst aber der Pubertät reift in jedem Zyklus eine Eizelle heran. Hat sie ein bestimmtes Reifestadium erreicht, löst sie sich aus dem Eierstock heraus und gelangt in den Eileiter, der sich zu dieser Zeit mit einer fransigen Öffnung über den Eierstock stülpt. Dieser Vorgang wird Eisprung (Ovulation) genannt. Dieser Eisprung findet ca. 14 Tage vor dem Beginn der nächsten Regel statt, d.h. bei einem Zyklus von 26 Tagen wäre der Eisprung voraussichtlich am 12. Tag, bei einem Zyklus von 30 Tagen voraussichtlich am 16. Tag zu erwarten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Möglichkeit, schwanger zu werden, am größten. Die Eizelle wandert dann in ca. 4-5 Tagen durch den Eileiter in die Gebärmutter. Auf diesem Weg kann sie von einer Samenzelle befruchtet werden. In der Gebärmutter hat sich gleichzeitig durch das Geschlechtshormon Östrogen eine gut durchblutete, nährstoffreiche Schleimhaut aufgebaut, in der sich das befruchtete Ei einnisten kann. Wurde das Ei nicht befruchtet, löst es sich auf und wird bei der Blutung mit den oberen Schleimhautschichten der Gebärmutterkörperhöhle ausgeschieden. Das nennt man Menstruation oder auch Regel, Periode. Das ist zugleich der Beginn eines neuen Zyklus. Vom ersten Eisprung an kann ein Mädchen schwanger werden - also auch schon vor der ersten Menstruation.

Befruchtung
Zur Befruchtung und Schwangerschaft kann es kommen, wenn Samenzellen in die Scheide der Frau gelangen und von dort aus durch die Gebärmutter in die Eileiter wandern. Treffen Ei- und Samenzelle zum richtigen Zeitpunkt zusammen, verschmelzen sie miteinander. Die Eizelle ist auf ihrem Weg vom Eierstock in die Gebärmutter für etwas 6 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Allerdings kommen die Samenzellen eine Zeit auf die Eizelle "warten", denn sie sind in der Gebärmutter und den Eileitern zwei bis fünf - zum Teil sieben - Tage überlebens- und von daher auch befruchtungsfähig. Das bedeutet: Auch ein ungeschützter Geschlechtsverkehr, der einige Tage vor dem Eisprung stattgefunden hat, kann zu einer Befruchtung und Schwangerschaft führen. Selbst beim Petting können über die Hände Samen in die Scheide der Frau gelangen. Diese Samen können bereits vor dem Samenerguss aus dem Penis kommen (sog. Lusttropfen).
Also auch hier gilt es aufzupassen

Näheres über Vor- und Nachteile der aufgeführten Verhütungsmethoden erfahren Sie in der PDF-Datei unten.

Landratsamt Ebersberg
Gesundheitsamt

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85560 Ebersberg +49 8092 823 383 +49 8092 823 390 E-Mail versenden

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